Übersicht Meldezentrale



Die Meldezentrale erzeugt Meldungen und verteilt sie. Sie legt fest, wann eine Meldung entsteht und wie ihr Text lautet, wer sie bekommt und über welchen Weg. Alle Meldungen des Projekts stehen in einer Liste im Dialog der Meldezentrale – ein eigener Baustein je Meldung ist nicht nötig.

Je Projekt wird ein Baustein angelegt. Dienste der Steuerung, zum Beispiel die Überwachung der Partnersteuerungen, melden ebenfalls über die Meldezentrale.

Die Zustellung richtet sich nach der Priorität der Meldung. Es gibt vier Prioritäten – Information, Warnung, Alarm und Kritisch – und je Priorität eine eigene Zuordnung zu den Empfängern. Damit lässt sich zum Beispiel festlegen, dass Informationen nur per E-Mail an den Haustechniker gehen, ein Alarm dagegen zusätzlich als Push an die Bereitschaft.

Zur Verfügung stehen fünf Wege: E-Mail, Benachrichtigung an die uni-PRO APP, NTFY, Pushover und IFTTT. Die Zentrale sendet über dieselben Dienste wie die einzelnen Sendebausteine; diese bleiben unverändert und können weiterhin einzeln verwendet werden.

Einrichtung:

Ruhezeit: Je Empfänger lässt sich eine Ruhezeit von/bis eintragen. Ein Zeitraum über Mitternacht (zum Beispiel 22:00 bis 06:00) wird richtig behandelt. Sind beide Zeiten gleich, gibt es keine Ruhezeit. Eine Meldung mit der Priorität Kritisch durchbricht die Ruhezeit, wenn der Parameter Kritisch durchbricht Ruhezeit gesetzt ist.

Wiederholsperre: Eine Zeit in Minuten, innerhalb der dieselbe Meldung nur einmal gesendet wird. Sie steht als Parameter Wiederholsperre an diesem Baustein und gilt für alle Meldungen des Projekts, sofern bei einer Meldung nichts anderes eingetragen ist.

„Dieselbe Meldung“ heißt dabei: dieselbe Zeile der Meldungsliste auf derselben Eskalationsstufe. Zwei verschiedene Meldungen sperren sich also nie gegenseitig, und eine Eskalation läuft auch dann weiter, wenn die erste Stufe gerade gesperrt wäre. Der Zeitpunkt der letzten Zustellung wird dauerhaft gespeichert und übersteht einen Neustart der Steuerung.

Ablauf einer Meldung: Löst die Auslöseadresse aus, wartet die Meldung die eingestellte Verzögerung ab und wird dann nach der Zuordnung ihrer Priorität gesendet (Stufe 1). Ist Quittierung nötig angekreuzt, folgen die Eskalationsstufen der Reihe nach, jeweils nach ihrer Wartezeit, bis die Meldung über den Eingang QI quittiert wird. Ohne Quittierung wird die Meldung einmal gesendet und ist danach erledigt. Eine Meldung, die noch läuft, wird durch erneutes Auslösen nicht neu gestartet. Der Stand der laufenden Meldungen übersteht einen Neustart der Steuerung; eine Meldung, die beim Neustart noch in der Verzögerung stand, entfällt. In den ersten Sekunden nach dem Start löst keine Meldung aus, damit die Anfangswerte der Adressen keine Meldung erzeugen.

Empfängergruppen: Jeder Empfänger gehört zu einer oder mehreren von acht Gruppen. Die Gruppen werden von den Eskalationsstufen der Meldungen verwendet: Stufe 1 geht an die normale Zuordnung, jede weitere Stufe an die dort eingetragene Gruppe.

Die acht Gruppen sind mit den Rollen vorbelegt, die in einem größeren Gewerk üblich sind: Haustechnik, Bereitschaft, Wartungsfirma, Objektleitung, Hausverwaltung, Sicherheitsdienst, Leitstelle und Geschäftsleitung. Die Reihenfolge entspricht dem üblichen Weg einer Eskalation, von der ersten Ebene bis zu der, die zuletzt gerufen wird. Das ist nur ein Vorschlag: über den Knopf Gruppen benennen... im Reiter Empfänger lassen sich die Namen frei ändern. Der Name erscheint danach überall dort, wo Gruppen ausgewählt werden – auch in den Eskalationsstufen der Meldungen. Ein leer gelassener Name bedeutet, dass die Gruppe unter ihrer Nummer angezeigt wird.

Hinweis zur uni-PRO APP: Anders als bei den übrigen Wegen steht der Empfänger nicht im Projekt, sondern ergibt sich aus den Geräten, die sich an dieser Steuerung angemeldet haben. In der Spalte APP-Geräte wird ausgewählt, welche davon gemeint sind; bleibt die Auswahl auf Alle, geht die Benachrichtigung an jedes angemeldete Gerät. Melden sich später weitere Geräte an, sind sie bei der Einstellung Alle automatisch dabei, bei einer festen Auswahl dagegen nicht.

Ein Gerät wird über den in der APP angemeldeten Benutzer angesprochen. Ist dort keine Anmeldung eingerichtet, wird stattdessen die Kennung des Geräts beim Push-Dienst verwendet; die Auswahl zeigt sie in einer eigenen Spalte an. Diese Kennung ist allerdings nicht dauerhaft: Google und Apple vergeben sie neu, sobald die APP neu installiert oder ihr Speicher geleert wird. Danach erreicht die Meldung dieses Gerät nicht mehr und es muss neu ausgewählt werden. Wo es auf Verlässlichkeit ankommt, ist eine Anmeldung in der APP die bessere Wahl.



Eingänge

ST
Stummschaltung
Solange dieser Eingang 1 ist, werden keine Meldungen zugestellt. Meldungen mit der Priorität Kritisch durchbrechen die Stummschaltung, wenn der Parameter Kritisch durchbricht Stummschaltung gesetzt ist.
TE
Testmeldung
Eine steigende Flanke sendet eine Testmeldung an alle aktiven Empfänger über alle bei ihnen hinterlegten Wege. Ruhezeit, Wochentage und Wiederholsperre werden dabei übergangen.
QI
Quittieren Zeile
Optional. Quittiert Meldungen. Der Wert ist die Nummer der Meldung in der Liste (Spalte Nr.), 65535 quittiert alle. Ausgewertet wird jedes Schreiben auf diesen Eingang, auch mit demselben Wert wie zuvor. Eine quittierte Meldung ist erledigt, die Eskalation endet. Nicht verknüpft: die Meldungen lassen sich nicht quittieren, eine Meldung mit angekreuzter Quittierung bleibt dann offen und löst nicht wieder aus.
SP
Sperren
Optional. Ungleich 0 sperrt: neue Meldungen werden nicht ausgelöst, laufende Meldungen enden. 0 gibt frei. Nicht verknüpft: es wird nie gesperrt.

Ausgänge

MA
An Mail gesendet
Steht nach einer Zustellung über E-Mail eine Sekunde lang an.
PU
An APP gesendet
Steht nach einer Benachrichtigung an die uni-PRO APP eine Sekunde lang an.
NT
An NTFY gesendet
Steht nach einer Zustellung über NTFY eine Sekunde lang an.
PO
An Pushover gesendet
Steht nach einer Zustellung über Pushover eine Sekunde lang an.
IF
An IFTTT gesendet
Steht nach einer Zustellung über IFTTT eine Sekunde lang an.
TX
Meldungstext
Text der zuletzt verteilten Meldung. Damit lassen sich eigene Wege anhängen, zum Beispiel eine Ansage oder ein Netzwerk Ausgang.
BE
Betreff
Betreff der zuletzt verteilten Meldung.
PR
Priorität
Priorität der zuletzt verteilten Meldung: 0 Information, 1 Warnung, 2 Alarm, 3 Kritisch.
AN
Unquittierte Meldungen
Anzahl der Meldungen, die gesendet wurden und noch nicht quittiert sind.
FE
Fehler
Anzahl der fehlgeschlagenen Sendeversuche.

Parameter

Meldungen, Empfänger und Zuordnung
Öffnet den Bearbeitungsdialog mit den vier Reitern Meldungen, Empfänger, Zuordnung und Vorschau.
Versand Mail
  • Zentrale sendet: Die Zentrale verschickt die E-Mail selbst an die beim Empfänger eingetragene Adresse.
  • nur Ausgang schalten: Die Zentrale sendet nicht, sondern schaltet nur den Ausgang MA. Der Versand wird dann mit einem eigenen Baustein Mailversand aufgebaut.
  • aus: Dieser Weg wird nicht verwendet.
Versand APP
Wie Versand Mail, für die Benachrichtigung an die uni-PRO APP (Ausgang PU).
Versand NTFY
Wie Versand Mail, für NTFY (Ausgang NT).
Versand Pushover
Wie Versand Mail, für Pushover (Ausgang PO).
Versand IFTTT
Wie Versand Mail, für IFTTT (Ausgang IF).
Wiederholsperre
Zeit in Minuten, innerhalb der dieselbe Meldung nur einmal gesendet wird. 0 schaltet die Sperre ab. Gemeint ist dieselbe Meldung auf derselben Eskalationsstufe. Bei einer Meldung kann eine eigene Zeit eingetragen werden.
Kritisch durchbricht Stummschaltung
Ist der Parameter gesetzt, werden Meldungen mit der Priorität Kritisch auch bei anstehendem Eingang ST zugestellt.
Kritisch durchbricht Ruhezeit
Ist der Parameter gesetzt, werden Meldungen mit der Priorität Kritisch auch während der Ruhezeit eines Empfängers zugestellt.
IFTTT Webhooks-Schlüssel
Schlüssel des IFTTT Kontos. Er gilt für alle Empfänger und wird auf ifttt.com im Dienst Webhooks auf der Seite Dokumentation angezeigt.
IFTTT Ereignis
Name des Ereignisses, das ein Empfänger ohne eigenen Eintrag verwendet. In der Empfängertabelle kann je Empfänger ein abweichender Ereignisname eingetragen werden.

Felder der Meldungsliste

Nr.
Nummer der Meldung. Mit dieser Zahl am Eingang QI wird die Meldung quittiert. Sie ändert sich, wenn Meldungen verschoben oder gelöscht werden.
Adresse
Gruppenadresse, die die Meldung auslöst. Sie wird aus dem Adressfenster in die Liste gezogen. Auf eine vorhandene Zeile abgelegt, ersetzt sie deren Adresse. Eine Adresse kann nur einmal in der Liste stehen. Ein Klick auf die Adresse zeigt sie im Adressfenster.
Name
Bezeichnung der Meldung, erscheint nur in der Liste. Vorbelegt mit dem Kommentar der Adresse; per Doppelklick änderbar.
Auslösung
  • Steigende Flanke: Der Wert der Adresse wechselt von 0 auf ungleich 0.
  • Fallende Flanke: Der Wert wechselt von ungleich 0 auf 0.
  • Wertänderung: Jede Änderung des Werts.
  • Telegramm: Jedes Schreibtelegramm auf die Adresse, auch mit demselben Wert wie zuvor.
  • Telegramm bei 1 / bei 0: Wie Telegramm, aber nur wenn der geschriebene Wert ungleich 0 bzw. 0 ist.
Priorität
Information, Warnung, Alarm oder Kritisch. Die Priorität entscheidet, welche Zeile der Zuordnung gilt, also wer die Meldung über welchen Weg bekommt.
Verzögerung
Wartezeit in Sekunden zwischen Auslösen und Senden. 0 sendet mit dem nächsten Sekundentakt.
Quittierung nötig
Mit Haken eskaliert die Meldung nach den Eskalationsstufen, bis sie über den Eingang QI quittiert wird. Ohne Haken wird sie einmal gesendet. Vorgabe ist mit Haken.

Felder der markierten Meldung

Betreff
Betreff der Mail bzw. Titel der Benachrichtigung. Leer sendet „uni-PRO“.
Text
Meldungstext, wie er gesendet wird.
Wiederholsperre
Minuten, in denen diese Meldung nur einmal gesendet wird. 0 = keine Sperre. „wie Zentrale“ übernimmt den Parameter Wiederholsperre der Meldezentrale.
Eskalationsstufen
Stufe 1 ist die normale Zustellung nach der Zuordnung. Die Tabelle beschreibt die Stufen danach (höchstens vier). Je Stufe: die Wartezeit in Sekunden seit der vorigen Stufe, die Empfängergruppen, die in dieser Stufe angeschrieben werden, und eine Priorität („wie Meldung“ behält die der Meldung bei). Die Stufen laufen nur bei angekreuzter Quittierung und nur, solange nicht quittiert wurde.

Felder der Empfängertabelle

Name
Frei wählbarer Name. Er erscheint in der Zuordnung und in der Vorschau und wird nicht mitgesendet.
Aktiv
Nur ein aktiver Empfänger bekommt Meldungen. Damit lässt sich jemand vorübergehend abschalten, ohne die Zeile und ihre Zuordnung zu löschen.
Mail-Adresse
Empfängeradresse für den Weg Mail. Bleibt das Feld leer, ist dieser Weg für den Empfänger nicht möglich; in der Zuordnung wird die Spalte dann grau dargestellt.
APP-Push
Der Empfänger soll die Benachrichtigung an die uni-PRO APP erhalten. Das Ankreuzfeld schaltet den Weg ein, welche Geräte gemeint sind steht in der nächsten Spalte.
APP-Geräte
Der Knopf zeigt die gewählten Geräte an und öffnet beim Anklicken die Auswahl. Sie holt die Liste der angemeldeten Geräte aus der Steuerung, eine Verbindung dorthin ist also nötig. Steht auf dem Knopf Alle, geht die Benachrichtigung an jedes Gerät, das an dieser Steuerung angemeldet ist. Sonst nennt er die Anzahl der gewählten Geräte; welche es sind, steht im Hinweistext.
NTFY-Thema
Thema (Topic), unter dem die Meldung veröffentlicht wird. Die Steuerung stellt ihre Seriennummer voran, wie beim Baustein PUSH Nachricht NTFY. Leer = Weg nicht möglich.
Pushover-Schlüssel
Benutzer-Schlüssel (User Key) des Pushover-Kontos. Er wird nach der Anmeldung auf der Startseite von pushover.net angezeigt. Leer = Weg nicht möglich.
IFTTT-Ereignis
Abweichender Ereignisname für diesen Empfänger. Bleibt das Feld leer, gilt der Name aus dem Parameter IFTTT Ereignis. Der Schlüssel steht immer zentral.
Wochentage
Sieben Ankreuzfelder. Nur an angekreuzten Tagen wird zugestellt. Ist kein Tag angekreuzt, bekommt der Empfänger nichts.
Ruhezeit von / Ruhezeit bis
Beginn und Ende der Ruhezeit. Sind beide Zeiten gleich, gibt es keine Ruhezeit. Ein Zeitraum über Mitternacht ist erlaubt, zum Beispiel 22:00 bis 06:00.
Gruppen
Der Knopf zeigt die Gruppen des Empfängers an und öffnet beim Anklicken die Auswahl der acht Gruppen. Bei mehreren Gruppen zeigt er die erste und dahinter die Anzahl der übrigen; die vollständige Liste steht im Hinweistext. Ein Empfänger darf in mehreren Gruppen sein. Die Gruppen werden von den Eskalationsstufen der Meldungen verwendet und lassen sich über den Knopf Gruppen benennen... frei benennen.

Priorität: Die Priorität einer Meldung wird an die einzelnen Dienste weitergegeben. Bei NTFY entspricht Information der Priorität 3, Warnung und Alarm der Priorität 4 und Kritisch der Priorität 5. Bei Pushover entspricht Information und Warnung der Priorität 0, Alarm der Priorität 1 und Kritisch der Priorität 2; bei Priorität 2 wiederholt Pushover die Meldung bis zur Bestätigung.

Begrenzung: Für NTFY, Pushover, IFTTT und E-Mail gelten die üblichen Stunden- und Tagesgrenzen der Steuerung. Sie gelten gemeinsam für alle Sender, also auch für die Meldezentrale. Wird eine Grenze erreicht, zählt der Ausgang FE hoch.

Datenschutz: Mail-Adressen und Schlüssel werden im Projekt gespeichert. In den Diagnoseausgaben der Steuerung erscheinen sie nicht, dort steht nur die Nummer des Empfängers.