Übersicht Steuerung uni-PRO LF (Luckfox)


Diese Seite beschreibt, wo die Anschlüsse der Steuerung uni-PRO LF (Luckfox) zu finden sind und wie die serielle Schnittstelle RS485 und die RS232 angeschlossen werden. Das Display und die Relais bedient der Funktionsbaustein uni-PRO LF (Luckfox).

Wichtig: Arbeiten an Netzspannung nur durch Fachpersonal. Beachten Sie die Sicherheitshinweise und die Rechtlichen Hinweise. Die Beschriftung am Gerät und das Datenblatt der gelieferten Ausführung gelten vor dieser Beschreibung.

Inhaltsverzeichnis


Wo liegen die Anschlüsse

Auf der Seite mit den beiden Netzwerkbuchsen und der USB-A-Buchse sitzt darunter die grüne, 11-polige Schraubklemme für die serielle Kommunikation und den CAN-Bus. Die Klemmen sind von 1 bis 11 nummeriert, Klemme 1 liegt links.

Netzwerk Netzwerk USB A 123 456 789 1011 RS232TX RS232RX SGND CANL CANH SGND RS422RB RS422RA RS422 TBRS485 B RS422 TARS485 A PE Ansicht auf die Seite mit den Netzwerkbuchsen; unten die 11-polige Klemme Blau: RS232 · Grau-blau: CAN · Violett: RS422/RS485 · Schwarz: Signalmasse · Braun: Schutzleiter

Klemme für CAN, RS232 und RS485/RS422

1 – RS232 TX Sendeleitung der RS232 (Ausgang der Steuerung).
2 – RS232 RX Empfangsleitung der RS232 (Eingang der Steuerung).
3 – SGND Signalmasse (SGND), neben den RS232-Klemmen. Bezugsmasse für RS232 und CAN.
4 – CAN L CAN-Bus, Leitung Low.
5 – CAN H CAN-Bus, Leitung High.
6 – SGND Signalmasse (SGND), neben den RS485/RS422-Klemmen. Bezugsmasse für RS485/RS422 und CAN.
7 – RS422 RB
8 – RS422 RA
Empfangspaar der RS422 (Vierdrahtbetrieb). Bei RS485 im Zweidrahtbetrieb mit den Klemmen 9 und 10 verbinden: 7 mit 9 und 8 mit 10, siehe RS485 anschließen.
9 – RS485 B (RS422 TB)
10 – RS485 A (RS422 TA)
Datenpaar der RS485 im Zweidrahtbetrieb. Bei RS422 ist es das Sendepaar. RS485 und RS422 teilen sich diese Klemmen, die Funktion ergibt sich aus der Verdrahtung. Für RS485 wird zusätzlich das Empfangspaar (Klemmen 7 und 8) gebrückt.
11 – PE Schutzleiter bzw. Anschluss für den Kabelschirm.

RS485 anschließen

Die RS485 arbeitet im Zweidrahtbetrieb: alle Teilnehmer hängen parallel an derselben Leitung, immer nur einer sendet. Beispiel mit einem Modbus-Teilnehmer:

uni-PRO LF Teilnehmer Klemme 10 – A Klemme 9 – B Klemme 6 – SGND A (+) B (−) GND 120 Ω 120 Ω A B Masse (empfohlen) Brücken: 7 – 9 und 8 – 10 Abschlusswiderstand nur an den beiden Enden der Leitung
  1. Die Steuerung spannungsfrei machen.
  2. Leitung A des Busses an Klemme 10 (RS485 A), Leitung B an Klemme 9 (RS485 B) anschließen. Verdrilltes, geschirmtes Kabel verwenden.
  3. Mit zwei kurzen Drahtbrücken Klemme 7 mit Klemme 9 und Klemme 8 mit Klemme 10 verbinden. Der Empfänger der Steuerung liegt auf den Klemmen 7 und 8, der Sender auf 9 und 10. Ohne die Brücken sendet die Steuerung zwar, hört aber auf dem Bus nichts. Mit den Brücken liest sie auch ihre eigenen Telegramme mit; das verwirft die Runtime selbstständig.
  4. Die Signalmasse des Teilnehmers mit Klemme 6 (SGND) verbinden. Das ist bei Teilnehmern mit anderem Massepotential wichtig.
  5. Den Kabelschirm an Klemme 11 (PE) auflegen, am anderen Ende nicht.
  6. Steht die Steuerung am Anfang oder am Ende der Leitung, den Abschlusswiderstand 120 Ω einschalten. Dafür hat das Gerät Schalter für die jeweilige Schnittstelle; laut Hersteller schaltet der Hebel nach unten den Widerstand ein. Steht die Steuerung in der Mitte der Leitung, bleibt er aus.
  7. Im Programm bei Modbus Master oder Modbus Slave als Anschluss Onboard wählen, siehe Zuordnung in der Software.

Hinweis: Die Bezeichnungen A und B werden von den Herstellern nicht einheitlich verwendet. Kommt keine Verbindung zustande, obwohl Baudrate, Parität und Adresse stimmen, vertauschen Sie A und B.

RS422: Für den Vierdrahtbetrieb werden die Klemmen 9 und 10 als Sendepaar und die Klemmen 7 und 8 als Empfangspaar verdrahtet, ohne die Brücken. Die Beschreibung auf dieser Seite gilt für RS485.


RS232 anschließen

Die RS232 ist eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Die Leitungen werden gekreuzt: der Ausgang der Steuerung geht auf den Eingang der Gegenstelle und umgekehrt.

Klemme 1 (TX) an RX der Gegenstelle
Klemme 2 (RX) an TX der Gegenstelle
Klemme 3 (SGND) an GND der Gegenstelle

Die Leitungslänge ist auf wenige Meter begrenzt. Für einen M-BUS wird zwischen die RS232 und die M-BUS-Leitung ein Pegelwandler benötigt.


Zuordnung in der Software

Die Runtime richtet beim Start der Steuerung zwei Zugänge ein, die auch die anderen Steuerungen kennen. Dadurch finden Bausteine mit der Auswahl Onboard die Schnittstelle:

RS485 Modbus Master und Modbus Slave mit Anschluss Onboard. Im Lua-Skript /dev/ttyONBOARD-485.
RS232 M-BUS mit Anschluss Onboard. Im Lua-Skript /dev/ttyONBOARD-232, zum Beispiel sys_comm_open("/dev/ttyONBOARD-232","115200","8","1","N").

Weitere Anschlüsse

Relais und Versorgung Eine zweite 11-polige Klemme enthält die beiden Relais (je ein Schließer und ein Öffner) und den Spannungseingang 7 bis 24 V DC. Die Belegung steht auf dem Gerät. Die Relais schaltet der Funktionsbaustein uni-PRO LF (Luckfox). Schaltleistung nach Angabe des Herstellers bis 10 A bei 250 V AC bzw. 30 V DC.
Netzwerk Zwei Netzwerkbuchsen mit 10/100 Mbit/s. Die Einstellung Netzwerkeinstellungen im Studio gilt für den LAN-Anschluss, der zweite Anschluss bleibt auf DHCP, siehe uni-PRO LF (Luckfox).
USB Eine USB-A-Buchse für USB-Geräte. Ein USB-C-Anschluss dient der Spannungsversorgung mit 5 V und dem Aufspielen der Firmware.
USER und RESET Der Taster USER startet beim Einschalten den Modus zum Aufspielen einer neuen Firmware. RESET startet das Gerät neu; er ist nur mit einem dünnen Werkzeug erreichbar.